Schyssdräggziigli und Waggislarve

Unsere Konfettimaschinen laufen schon seit einigen Tagen auf hochturen. In allen Ecken der Kiwuki wird fleissig gebastelt. Heute haben unsere kleinen Fasnächtler aus Pappteller und bunten Papierstreifen lustige Waggis Larven gebastelt und diese an unsere Fenster gehängt. 

Waggis Larven

Letzte Woche waren wir am Schysdrägziigli der Kinder im Margerethenpark. Unsere kleinen Fasnächtler haben sich toll amüsiert und sind immer noch im Fasnachtsrausch, denn bald beginnt auch in Basel "die drey schenste dääg".
Für jene die nicht mit dem Basler Fasnachtsjargon vertraut sind, hier folgt nun die Aufklärung einiger wichtigen Ausdrücke:

  • Bebbi: Ein Basler.
  • Chaise: Offene Pferdekutsche mit Maskierten, die am Cortège Süssigkeiten und Blumen verteilen.
  • Cortège: Grosser Fasnachtsumzug durch die Basler Innenstadt, findet am Montag- und am Mittwochnachmittag statt.
  • Cliquen: Grössere Gruppierungen, die trommeln und pfeifen. Auch einige Guggenmusiken und Wagen nennen sich Cliquen.
  • Fasnachts-Comité: Gremium, das den Cortège organisiert. Zuständig für Herstellung und Verkauf der Fasnachtsplakette.
  • Fasnachtsplakette: Anstecknadel in kupferner, silberner oder goldener Ausführung. Der Erlös aus dem Verkauf dient der Unterstützung der Cliquen. Zuschauer ohne Plakette müssen am Cortège oft eine Räppli-Dusche über sich ergehen lassen.
  • Guggenmusiken: Formationen mit Blechblas- und Schlaginstrumenten; sind am Cortège, spielen in Beizen, geben Platzkonzerte.
  • Intrigieren: Ein Maskierter neckt oder verspottet einen Unmaskierten.
  • Larve: Maske. Die Basler Fasnacht teilt sich in Maskierte und Zuschauer. Pappnasen und Gesichtsbemalungen sind verpönt.
  • Laterne: Bis zu drei Meter hohes Gestell aus Holz, auf das eine Leinwand gespannt ist, meistens mit einer Gasflamme beleuchtet. Die Laternen zeigen die Sujets der Cliquen. Am Dienstag werden sie auf dem Basler Münsterplatz ausgestellt.
  • Maske: An der Basler Fasnacht versteht man unter der Maske die vollständig kostümierte Figur, samt Larve.
  • Morgenstreich: Beginn der Fasnacht am Montagmorgen um 4 Uhr. Wehe dem Ladenbetreiber in der Basler Innenstadt, der das Licht in seinen Schaufenstern nicht löscht – die Beleuchtung lässt die Laternen weniger zur Geltung kommen. Die Fasnacht endet am Donnerstagmorgen um 4 Uhr.
  • Räppli: Konfetti.
  • Schnitzelbank: Spottlied in Versen, einzeln oder in Gruppen vorgetragen. Ein Bild (Helgen) kündigt das Thema an. Die Vortragenden, ebenfalls Schnitzelbank genannt, treten in Beizen und im Theater Basel auf.
  • Schyssdräggziigli: Kleine, zusammengewürfelte Gruppe, die trommelt und pfeift und nicht am Cortège teilnimmt.
  • Sujet: Politisches oder gesellschaftliches Thema, das von der Clique behandelt wird und auf der Laterne zu erkennen ist.
  • Waggis: Figur des Elsässer Bauern in blauer Bluse, weisser Hose, Holzschuhen und einer Larve mit grosser Nase.
  • Wagen: Anhänger, der am Cortège von einem Gefährt gezogen wird. Maskierte auf dem Wagen verteilen Blumen und Orangen, werfen Räppli und intrigieren. 

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